St. Georg Klinik / Indikationen / Urologie

Urologie

UROLOGISCHE TUMORE

In den letzten Jahren ist es möglich geworden, auch metastasierende Tumoren fachübergreifend chirurgisch, strahlentherapeutisch und onkologisch erfolgreich zu therapieren. Auf urologischem Fachgebiet soll hier als Beispiel das Hodenkarzinom angeführt werden, welches als erster maligner urologischer Tumor durch chirurgische, strahlentherapeutische und onkologische Therapien auch in fortgeschrittenen Stadien heilbar wurde. Durch die medizinischen Fortschritte in der Diagnostik und Therapie maligner Tumorerkrankungen bekam die Rehabilitation einen neuen Stellenwert, nach der chirurgischen, strahlentherapeutischen oder onkologischen Primärtherapie.

Indikationen

  • Nierenkarzinome
  • Prostatakarzinome
  • Hodenkarzinome
  • Harnblasentumoren- mit und ohne Urostoma (künstlicher Harnblasenausgang)
  • Peniskarzinome
  • Alle Formen operationsbedingter oder sonstiger Inkontinenz
  • erektile Dysfunktion (Impotenz)
  • endokrinologische Dysfunktion des Hormonhaushaltes
  • beim jungen (bis 60-jährigen) und älteren Mann (>60 Jahre)

 

Therapieziele

Oberstes Ziel unserer Behandlung ist die Minderung der Tumor- und Therapiefolgen. Das können vorübergehende Beschwerden sein wie Schmerzen, Wundheilungsstörungen oder Inkontinenz, aber auch dauerhafte Behinderungen, wie z. B. ein Stoma. Unser Anliegen ist unter anderem die Optimierung der Urostoma-Versorgung und die Anleitung unserer Patienten zur selbständigen Handhabung des Urostomamaterials. Sicherheit im Umgang mit einem Stoma bringt eine höhere Lebensqualität.

 

Allgemeine Ziele unserer onkologischen Reha:

Informationsvermittlung

Sie sollen möglichst viel über die eigene Krankheit, die Krebsentstehung und Behandlungsmöglichkeiten, sinnvolle Ernährung sowie die psychische Krankheitsverarbeitung erfahren, um mehr Sicherheit im Umgang mit der neuen Lebenssituation zu gewinnen, die viele Entscheidungen erfordert und Veränderungen mit sich bringt.

 

Psycho-onkologische Betreuung

Die Konfrontation mit Ihrer Krankheit führt zu einer seelischen Belastung. Zur Bewältigung dieser schwierigen Situation sind Gruppengespräche zum Erfahrungsaustausch, Einzelgespräche wie auch das Erlernen von Entspannungstechniken hilfreich.

 

Klärung sozialer Fragen

Beratung über rechtliche und finanzielle Fragen sind wichtig und hilfreich, wenn es um Ihre soziale oder berufliche Wiedereingliederung geht.

 

Therapeutische Angebote

Unser Behandlungskonzept beruht auf den in der Urologie neuesten Therapiestandards und den neuen interdisziplinären Leitlinien der jeweiligen Tumorerkrankungen. Durch regelmäßige Weiterbildung unserer Ärzte, Therapeuten und des medizinischen Pflegepersonals sichern wir unsere Fachkompetenz und die gleichbleibend hohe Behandlungsqualität auf dem Gebiet der Inkontinenztherapien sowie auch im Rahmen der Wund- und Stomabehandlung.

Zur ganzheitlichen Betreuung stehen wir im ständigen Austausch mit Psychologen, Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Ernährungsberaterinnen und unserer Sozialarbeiterin.

 

Kooperation mit der Urologischen Gemeinschaftspraxis Waldshut-Tiengen

Die Fachklinik St. Georg arbeitet mit dem Urologischen Zentrum „Urologie am Hochrhein“ zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit erschließt sich die bestmögliche urologische Behandlung und Betreuung unserer Patienten. Durch diese Kooperation steht unseren urologischen Patienten die derzeit neueste urologische Diagnostik und Therapie zur Verfügung:

  • urologische Endoskopie
  • flexibles videoendoskopisches Biofeedback
  • Sphinktertraining
  • Harnstrahlanalyse (Uroflow)
  • Endosonographie und komplette Sonographie mit Gefäß-Doppler-Untersuchungen
  • computergestützte Urodynamik