St. Georg Klinik / Rund um die Reha

RUND UM DIE REHA

Was erwartet Sie in der Reha, was erwarten Sie von der Reha?

Wenn Ihnen die Kranken- oder Rentenkasse eine medizinische Rehabilitation genehmigt hat und Sie noch nie solche Leistungen in Anspruch genommen haben, werden Ihnen sicher viele Fragen durch den Kopf gehen. Wir haben deshalb auf dieser Seite ein paar allgemeine Informationen über die medizinische, stationäre Rehabilitation zusammengestellt, die Ihnen Wissenswertes vermitteln, hilfreich bei der Planung Ihres Reha-Aufenthaltes sein sollen und zum Erfolg Ihres Aufenthalt in unserer Fachklinik St. Georg beitragen können.

 

Ihr persönliches Reha-Ziel: Was möchten Sie durch die Rehabilitation erreichen?

Bei der Aufnahmeuntersuchung erstellt Ihr Arzt mit Ihnen einen persönlichen Rehabilitationsplan. Dazu gehört bereits zu Beginn der Reha-Maßnahme die Festlegung Ihrer persönlichen Reha-Ziele. Es ist sehr wichtig, dass Sie gleich zu Beginn der Reha mit Ihrem Arzt über Wünsche und Erwartungen sprechen, damit der Therapieplan möglichst individuell auf Ihren Gesundheitszustand und Ihre persönliche Lebenssituation zugeschnitten werden kann. Je genauer Sie Ihre persönlichen Ziele beschreiben, umso besser können Ihre Erwartungen bei der Planung auch berücksichtigt werden. Es geht dabei sowohl um Ihre körperliche Leistungsfähigkeit wie auch um Ihre berufliche Situation und Ihr psychisches Befinden.

 

Beispielhafte Rehabilitationsziele:

  • Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Steigerung der mentalen/geistigen Leistungsfähigkeit
  • Erlernen von Bewältigungsstrategien und Stärkung der psychischen Belastbarkeit
  • Klärung der beruflichen und sozialen Situation, berufliche und soziale Wiedereingliederung
  • Information über Ihre Erkrankung und Hilfe im Umgang damit im Alltag
  • Verhaltens- und/oder Lebensstiländerung zur Prävention und zum langfristigen Erhalt von Lebensqualität

Der erste Kontakt mit Ihrem Arzt in unserer Fachklinik St. Georg wird sicherlich viele neue Erkenntnisse für Sie bringen und einige Fragen aufwerfen. Es ist deshalb sicher hilfreich, wenn Sie sich bereits vor Antritt der Reha über Ihre Rehabilitationziele, Ihre Vorstellungen und Erwartungen Gedanken machen. Manchmal sind dabei auch Gespräche mit dem Arbeitgeber oder Ihren Angehörigen und Freunden hilfreich.

 

Das erwartet Sie: die drei wichtigsten Säulen der Reha

1. Gesundheitstraining

Zum Gesundheitstraining in der Reha gehören allgemeine Themen wie auch krankheitsspezifische Programme, die auf die unterschiedlichen Indikationen wie z.B. onkologische Erkrankungen, Diabetes mellitus oder Erkrankungen der Verdauungsorgane abgestimmt sind. Die für Sie persönlich wichtigen Elemente des Gesundheitstrainings werden sich wie ein roter Faden im Therapieplan durch den gesamten Aufenthalt ziehen.

Ihre aktive Mitarbeit ist für den Erfolg des Gesundheitstrainings von höchster Bedeutung. Die Reha sollte Ihre positive Einstellung zur Verbesserung Ihres Ernährungs-, Bewegungs- und Freizeitverhaltens stärken und langfristig die Einhaltung eines gesundheitsgerechten Lebensstils bewirken.

Oftmals sind es nur kleine Schritte die große Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und sogar entscheidenden Einfluss auf Ihre Lebensqualität und Ihre Lebenserwartung haben. Die Reha kann hier als Hilfe zur Selbsthilfe wichtige Impulse für dauerhafte Änderungen des Lebensstils geben.

2. Gesunde Ernährung

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Die Versorgung mit Lebensmitteln lässt keine Wünsche offen, das schier unüberschaubare Angebot verleitet uns zum Konsum. Deshalb essen die meisten von uns zu viel, zu fett und zu süß. Wenn wir bedenken, dass zwei Drittel aller Todesfälle auf ernährungsbedinge Krankheiten zurück zu führen sind, wird deutlich, dass in der gesundheitsbewussten Ernährung eine große Chance der Rehabilitation liegt.

Nach Ihrer Aufnahme in unserer Höchenschwander Fachklinik St. Georg stellt der Arzt fest, ob für Sie eine spezielle Diät erforderlich und sinnvoll ist. Ob mit oder ohne Diät, der abwechslungsreiche Speiseplan einer Rehaklinik ist darauf abgestimmt, den Bedarf an notwendigen Nährstoffen zu decken. Bei der sogenannten leichten Vollkost werden zudem alle Lebensmittel weggelassen, die erfahrungsgemäß Unverträglichkeiten auslösen oder schwer verdaulich sind. Die Berücksichtigung regionaler Produkte im Speiseplan ermöglicht die Verarbeitung besonders frischer Lebensmittel.

Spezielle Ernährungsschulungen in der Lehrküche einer Klinik vermitteln Tipps und Wissenswertes über die Auswahl gesunder Lebensmittel und ihre richtige Zubereitung. Es ist wichtig, dass die Umsetzung des Erlernten auch im Alltag leicht möglich ist. Denn eine gesundheitsbewusste Ernährung ist Ihr Garant für eine gesündere Zukunft.

3. Bewegung

Im Lauf der Jahrhunderte haben sich unsere Bewegungsmuster geändert. Industrialisierung und neue Technologien wie TV oder Computer haben zur Reduzierung unserer Bewegung im beruflichen und privaten Umfeld geführt. Fehlende körperliche Bewegung führt allerdings zu weniger Muskelkraft, vermindert die Belastbarkeit unseres Bewegungsapparates und Herzkreislaufsystems und begünstigt die Entstehung vieler Krankheiten.

Die Rehabilitation kann mit einem vielfältigen Angebot im Rahmen der Bewegungstherapie helfen, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit wieder zu verbessern. Die besten Effekte werden durch Ausdauertraining, vor allem auch durch alltagsnahe Belastungsformen, wie etwa zügiges Gehen beim Nordic Walking, Wandern oder Joggen erreicht. Erste Erfolge bringen oft schon kleine Änderungen von Alltagsgewohnheiten wie etwa Treppen steigen, statt Aufzug fahren. Vernünftiges Ausdauertraining sollte möglichst 3 mal 30 Minuten die Woche ausgeübt werden.

Ein richtiges Ausdauertraining bewirkt nicht nur eine höhere körperliche Belastbarkeit. Es hilft auch bei der Gewichtsreduzierung, senkt erhöhte Blutfettwerte, sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung und stärkt die körpereigene Immunabwehr. Aus orthopädischer Sicht helfen die Entwicklung von Kraft und Koordination dabei, sich bis ins hohe Alter möglichst sicher und schmerzfrei bewegen zu können.

Währen der Rehabilitation besteht im Rahmen der Bewegungstherapie die Möglichkeit zur Korrektur falscher Bewegungs- und Haltungsmuster, was Ihnen möglicherweise völlig neue, positive Bewegungserfahrungen erschließt. Dies erleichtert die langfristige Beibehaltung und Nutzung neuer Bewegungsmuster.