St. Georg Klinik / Indikationen / COPD

COPD – Chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Eine Störung unseres Atmungssystems spüren wir häufig erst bei körperlicher Anstrengung: dass die Luft wegbleibt, wenn wir einen Berg oder die Treppen hoch gehen, dass wir Pausen machen müssen und mit anderen nicht mehr mithalten können.

Insbesondere bei der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) ist Belastungsatemnot häufig das erste, aber schon dramatische Krankheitszeichen. Denn es zeigt auf, dass die Lunge bereits geschädigt ist. Diese Schädigung ist leider irreversibel, sie kann mit Medikamenten nicht mehr geheilt werden. Die gute Botschaft ist jedoch, dass wir weitere Schädigung vermeiden und die Leistungsfähigkeit trotz bleibender Einschränkung der Lungenfunktion in aller Regel wieder deutlich verbessern können.

Medikamente sind hierzu notwendig, reichen jedoch nicht aus. Häufig ist zudem eine Umstellung des Lebensstils erforderlich und eine Beendigung des Rauchens unverzichtbar. Dies ist nicht immer einfach und manchmal sogar sehr schwierig. Wir möchten Ihnen hierzu die Hand reichen und gemeinsam, behutsam aber konsequent neue Wege zu gehen.

Manchmal ist die Lunge schon so weit geschädigt, dass sie nicht mehr in der Lage ist, den Körper mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Dann ist eine Substitutionsbehandlung mit Sauerstoff in Ruhe oder bei körperlicher Anstrengung erforderlich. Dies werden wir gemeinsam mit Ihnen klären, um die für Sie optimale Behandlung herauszufinden und zu organisieren.

Asthma

Asthma ist eine Erkrankung, die durch eine chronische Entzündung der Atemwege und anfallsweise auftretenden Atembeschwerden gekennzeichnet ist.

Häufig, jedoch nicht immer, ist eine Allergie Ursache dieser Erkrankung. Wichtig ist es herauszufinden, ob eventuelle Reaktionen im Allergietest wirklich relevant und Ursache der Asthma-Erkrankung sind.

 

Atmenot

Atemnot, Angst und Panik sind Qualitäten eines inneren psychischen Erlebens, die ineinander übergehen und häufig nicht voneinander zu trennen sind. Atemnot macht Angst, aber Atemnot ist auch ein Teil unseres Angsterlebens. „Das schnürt einem die Luft ab“, sagt man z. B. wenn man Angst meint. Atemnot bedeutet also nicht immer Asthma oder COPD. Hier im Einzelfall Klärung herbeizuführen ist uns ein Anliegen. Technisch apparative Untersuchungen, wie Lungenfunktion, helfen dann oft nicht weiter, nur ein verständiges und einfühlsames Gespräch kann Klarheit bringen.

Eine klare und differenzierte Diagnose ist Grundlage einer zielgerichteten Therapie, die häufig eine definierte und dosisgenaue medikamentöse Behandlung beinhaltet, sich aber nicht nur darauf beschränkt.

 

Indikationen

  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD, aller Schweregrade)
  • Allergisches und nichtallergisches Asthma bronchiale
  • Rekonvaleszenz nach schwergradigen Entzündungen (Lungenentzündung, Rippenfellentzündung)
  • Sarkoidose
  • Weitere entzündliche und vernarbende Erkrankungen des Lungengewebes (Alveolitis, Lungenfibrose)
  • Berufsbedingte Erkrankungen der Lunge
  • Rekonvaleszenz nach Lungenoperationen
  • Tumorerkrankungen (Lungenkrebs, Pleuramesotheliom) nach onkologischer Therapie

 

Wir verfügen über alle erforderlichen diagnostischen Einrichtungen, um Ihre Krankheit fachkompetent zu erkennen und den jeweiligen Funktionszustand bestimmen zu können.

 

Therapieziele

COPD

Oberstes Ziel ist, weitere Schädigungen zu vermeiden und Ihre Leistungsfähigkeit trotz bleibender Einschränkung der Lungenfunktion wieder deutlich zu verbessern.

Asthma

Wir möchten Sie in die Lage versetzen, Ihr Asthma so zu kontrollieren, dass keine Beschwerden auftreten, aber auch nicht mehr Medikamente als erforderlich eingenommen werden.

Atemnot

Wir arbeiten gemeinsam daran, Ihre Atmung wieder zu verbessern und zu stabilisieren, Ihre Kräfte und Ihre Leistungsfähigkeit zu optimieren sowie Stress und Ängste abzubauen, so dass Sie wieder aktiver und zuversichtlicher das tun können, was für Sie in Ihrem Leben wichtig ist.

 

Therapeutische Angebote

  • Ärztliche Untersuchungen mit Überprüfung der bisherigen Diagnosen
  • Feststellung von Funktionseinschränkungen
  • Überprüfung der medikamentösen Therapie und Erstellung eines ganzheitlichen Therapieplanes
  • Psychologische Betreuung (fachspezifische Einzelgespräche, Gruppengespräche, Raucherentwöhnung, Autogenes Training, Imaginationsgruppen, Yoga, Qi Gong)
  • Sport-Therapie (med. Trainingstherapie, Ergometertraining, Schwimmen, Wassergymnastik, Nordic Walking, geführte Wanderungen)
  • Krankengymnastik (indikationsspezifische und störungsspezifische gezielte krankengymnastische Einzelbehandlung von erfahrenen und qualifizierten Therapeuten
  • Physikalische Therapie (Massagen, Fango, Bäder, Matrix-Therapie, Elektro-Therapie, Ultraschall-Anwendungen
  • Sozialberatung (fachkompetente Beratung zu Themen des Arbeits- und Sozialrechts, Kontaktaufnahme und Weitervermittlung an Behörden, Aufgreifen von ambulanten Hilfsangeboten, Wiedereingliederungen in das Erwerbsleben,
  • Ernährungsberatung (Zubereitung von Sonder-Diäten und Wunschkost, Empfehlung
  • von Zusatznährstoffen und Nahrungsergänzungen, Einzel- und Gruppenberatung,
  • Schulung, Lehrküche).
  • Indikationsspezifische Schulungsprogramme bei Asthma und COPD, entsprechend
  • den Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften