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Sarkoidose

Unsere Fachklinik St. Georg hat sich mit der Pionierarbeit in der Sarkoidose-Forschung seit 1960 durch Professor Karl Wurm, sowie nachfolgend durch Dr. Klaus Kögler, Dr. Wilhelm Buchbender und Dr. Robert Müller bundesweit einen hervorragenden Ruf als Sarkoidose-Kompetenzzentrum erworben. Über 25.000 Sarkoidose-Patienten wurden bisher erfolgreich in unserer Klinik behandelt. Sarkoidose ist in den meisten Fällen ein harmloses, symptomarmes Ereignis, das sich von selbst wieder zurückentwickelt. Potentiell aber auch eine Erkrankung, die viele Organe treffen und schädigen kann, zur Chronifizierung neigt und eine Minderung der Leistungsfähigkeit zur Folge haben kann. Fast immer ist die Lunge mitbetroffen und steht im Zentrum der Erkrankung. Weil es keine verlässlichen Marker gibt, die frühzeitig auf den Verlauf einer Sarkoidose hinweisen, spielt nach wie vor die Erfahrung des behandelnden Arztes für die Beurteilung und Therapieentscheidung eine bedeutende Rolle.

Indikationen

Grundsätzlich kann jeder, der an einer akuten oder chronischen Sarkoidose leidet - gleich welchen Krankheitsstadiums - bei uns behandelt werden. Unser ambulantes Behandlungszentrum unter Leitung von Dr. Wilhelm Buchbender berät gesetzlich und privat versicherte Patienten gerne in Zweifelsfällen.

 

Therapieziele

  • Die Krankheit stoppen
  • Nebenwirkungen vermeiden
  • Beschwerden lindern
  • Leistungsfähigkeit erhalten
  • Lebensfreude wieder gewinnen

 

Wichtiges Element der Krankheitsbewältigung ist die Selbstkompetenz zu der Erkrankung. Regelmäßige Information und offener Austausch befähigen den Patienten ein kompetenter Partner und gewissenhafter Entscheider in seiner eigenen Krankheit zu werden.

„Man möge seiner Krankheit höflich und mit Respekt begegnen“ formulierte der französische Philosoph Montaigne. Dieser Maxime möchten wir folgen. Dies meint, dass der Krankheit die gehörige Bedeutung für unser Leben eingeräumt wird und gleichzeitig auch, dass wir nicht zulassen, dass die Krankheit unser Leben beherrscht. Die Krankheit zu respektieren lernen heißt sie anzuerkennen, aber auch, das Adäquate zu unternehmen, sie in ihre Grenzen zu weisen, nicht zuzulassen, dass die Krankheit uns beherrscht, sondern: wir beherrschen die Krankheit, gemeinsam als Team von Ärzten, Therapeuten und der wichtigsten Person: Ihnen selbst.

 

Therapeutische Angebote

  • Diätberatung: Unter Kortisonbehandlung nicht zuzunehmen ist eine Kunst. Dies zu erlernen,
  • ohne auf Genuss zu verzichten, ist das Ziel unserer Diätberatung.
  • Bewegungstherapie: Die Leistungsfähigkeit des eigenen Köpers zu erleben ist eine Wohltat, dies ist das Ziel unserer Bewegungstherapie.
  • Physikalische Therapie: Funktionseinschränkungen zu überwinden ist ein Gewinn an Fähigkeiten. Dies ist das Ziel unserer physikalischen Therapie.
  • Wellness: Sich wohl fühlen in seiner Haut, genau dazu lädt der Wellness-Bereich ein.
  • Mit sich wieder klar kommen und Barrieren im eigenen Kopf abbauen, Entspannung finden. Im Rahmen psychologischer Begleitung erfahren Sie Anleitung und Unterstützung.

 

Eine häufig gestellte Frage: Sind Medikamente erforderlich?

Die Antwort ist für jeden Patienten individuell zu finden, aber allgemein gilt: obwohl mehrere Medikamente zur Auswahl stehen, ist das körpereigene Hormon Kortison in aller Regel Mittel der 1. Wahl.

Im gemeinsamen Gespräch mit dem Patienten werden die Alternativen abgewogen und miteinander geklärt:

  • Was soll in welcher Dosierung, wie lange und evtl. in welcher Kombination eingenommen werden.
  • Was ist zu tun, um Nebenwirkungen zu vermeiden?
  • Wie kann Leistungsfähigkeit erhalten und Lebensfreude möglichst wiedergefunden werden?
  • Welche Bedeutung hat die Erkrankung für mich und auch für meine Familie?
  • Werden meine beruflichen und privaten Aktivitäten durch die Erkrankung beeinflusst?